Umschreibung ausländischer Führerscheine (Drittstaaten)

Mit einer gültigen ausländischen Fahrerlaubnis darf ab Einreise in der Bundesrepublik Deutschland für einen Zeitraum von 6 Monaten ein Kraftfahrzeug geführt werden. Die ausländische Fahrerlaubnis muss zu einem Zeitpunkt erteilt worden sein, in dem der ordentliche Wohnsitz mindestens 6 Monate im ausstellenden Staat war.
Wenn Sie jedoch nach dieser 6-Monats-Frist weiterhin mit Ihrer ausländischen Fahrerlaubnis ein Kraftfahrzeug führen, ist dies eine Straftat (Fahren ohne Fahrerlaubnis). Sie haben dann mit den entsprechenden strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen. Eine rechtzeitige Umschreibung der Fahrerlaubnis ist daher unbedingt erforderlich.

Diese Fahrberechtigung gilt nicht für Inhaber von Lernführerscheinen die in einem Drittstaat (z.B. USA) ausgestellt wurden.

Um eine ausführliche und individuelle Beratung gewährleisten zu können bitten wir Sie vor Antragstellung um eine persönliche Vorsprache in der Fahrerlaubnisbehörde. Bitte vereinbaren Sie hierzu vorab online oder telefonisch einen Termin.

Die Antragstellung muss persönlich erfolgen. Wir bitten um vorherige Terminvereinbarung online oder telefonisch.

Für die Umschreibung einer ausländischen Fahrerlaubnis werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Bestätigung der Ausländerbehörde (Voraussetzung für die Umschreibung ist eine positive Auskunft der

    Ausländerbehörde)

  • Führungszeugnis beantragen  (Führungszeugnis zu beantragen bei der zuständigen Meldebehörde zur Vorlage bei der Fahrerlaubnisbehörde)

  • 1 biometrisches Passbild (ohne Kopfbedeckung)

  • Übersetzung des ausl. Führerscheines + Klassenbestimmung (Klassifizierung) (z. B. ADAC, ASCO Coburg oder von einem Berufskonsularbeamten oder Honorarkonsul der BRD im Ausstellungsstaat beglaubigt oder von einem international anerkannten Automobilklub des ausländischen Staates oder einer vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bestimmten Stelle gefertigt werden)

  • Fahrschule (falls eine theoretische und/oder praktische Fahrprüfung erforderlich ist)

  • Entbindung von der Verschwiegenheitspflicht (falls eine Fahrschule erforderlich ist)

  • Original Führerschein (Führerschein muss vor Einreise/Wohnsitznahme im Inland ausgestellt und zum Zeitpunkt der Antragstellung gültig sein)

  • Kopie Reisepass od. Aufenthaltstitel

  • Für Fahrerlaubnisklasse C/D (Voraussetzung des Besitzstandes in Übersetzung muss erkennbar sein. Die Vorlage eines ärztlichen und augenärztlichen Gutachtens ist notwendig)

Bei Fahrerlaubnissen aus Staaten, die in Anlage 11 der Fahrerlaubnis-Verordnung aufgeführt sind und in einer Klasse erteilt wurde, die in Anlage 11 der Fahrerlaubnis-Verordnung genannt ist, kann die Umschreibung zu erleichterten Bedingungen beantragt werden. Informationen hierüber erhalten Sie bei Ihrer Fahrerlaubnisbehörde.

Staaten nach Anlage 11 FeV (Stand: 11/20)

Sollten keine ausreichenden Deutschkenntnisse vorliegen, bitten wir bei persönlicher Vorsprache um Begleitung durch einen entsprechenden Übersetzer/eine entsprechende Übersetzerin.

Umschreibung Führerschein Drittstaat: 38,80 €

Kontakt: Führerscheinwesen